SoSe – Die Solo-Selbständigen in Österreich. Eine Bestandsaufnahme

Die Gruppe der Solo-Selbständigen *, sofern man von dieser überhaupt reden kann, ist gekennzeichnet durch Vielfalt und Heterogenität. Heterogenität, was die berufs-biografische Herkunft der Menschen und die Berufe anbelangt. Heterogenität, was die unterschiedlichsten Arbeiten, Arbeitsformen und Aufträge betrifft. Und natürlich Heterogenität und Diversität innerhalb der einzelnen Unter-Gruppen, die mit Alter, Geschlecht und ethnischer sowie religiöser und kultureller Herkunft zusammenhängen. Im Folgenden ein zugegebener Maßen fragmentarischer Versuch, die Verschiedenheit der einzelnen Gruppen zu skizzieren und dabei gleichzeitig gemeinsame Interessen herauszufinden. Denn die gemeinsamen Bedürfnisse und Anliegen sind Anhaltspunkte für Interessenvertretungen, wenn es darum geht, bestehende Angebote für diese Zielgruppe zu erweitern oder neue zu entwickeln.

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* Solo-Selbständige (kurz SoSe) sind kurz gefasst alle jene Menschen, die auf Selbständigenbasis ohne Mitarbeiter/-innen und großes Betriebsvermögen arbeiten. Eine nähere Beschreibung der Gruppen in Kapitel 2.

Touristen stürmen Bangkok

Die Stadt der Engel wächst und verändert sich. Bei jedem Stopp in der thailändischen Hauptstadt zeigt diese ein neues Gesicht. Auch wenn Altbewährtes gehegt und gepflegt wird, hinterlässt die Globalisierung ihre Spuren. Mittlerweile ist Bangkok mit seinen 8,2 Millionen Einwohnern – im Großraum der Metropole sind es mehr als 14 Millionen – im internationalen Städteranking, was die jährlichen Touristenzahlen betrifft, wieder ganz vorne und hat angeblich London überholt. Im Jahr 2020 werden laut Vorhersagen um die 50 Millionen Touristen erwartet.

Die Stadt boomt, was sich bereits nach der Ankunft in den Hotels bemerkbar macht. Die Hotelhallen sind rund um die Uhr voll mit ankommenden und abreisendenden Gästen. Wer hier arbeitet, braucht gute Nerven, um in der Hektik nicht den Überblick zu verlieren. Gäste aus aller Herren Länder bevölkern die Hotels, die Straßen, die bunten Märkte, die Einkaufszentren und die Boot am Chao Phraya und die vielen Attraktionen, die Bangkok zu bieten hat. Für heuer werden um die 10 Millionen Touristen aus China erwartet.

Seit Ende 2018 ist Bangkok um eine Sehenswürdigkeit reicher: das ICONSIAM, eines der modernsten und beeindruckendsten Shoppingmalls der Welt – so steht zumindest in den nationalen und internationalen Medien zu lesen – hat im November 2018 seine Pforten geöffnet. Hand angelegt haben dabei auch Arbeiter aus Österreich, da die Firma Seele aus Schörfling am Attersee für die Stahl- und Glasfassade verantwortlich zeichnet. Architektonisch beeindruckend ist der Bau tatsächlich, auch wenn die teuren Edelboutiquen eine finazstarke Käuferschicht ansprechen und den „Ottonormalverbraucher“ mehr zum Schauen als zum Kaufen einladen. Ein Besuch lohnt sich aber allemal.

Nachhaltiger und beeindruckender ist allerdings immer wieder die Fahrt mit dem öffentlichen Fährboot am Chao Phraya. Da hat sich nichts verändert. Entlang der Skyline der City mit ihren wunderbaren Tempelanlagen – einer der schönsten sicherlich immer noch der Wat Arun bei Sonnenaufgang – lässt sich erahnen, was es heißt, in einer der größten Städten der Welt zu leben. Oder bei einer TukTuk-Fahrt ins pulsierende Chinatown. Bei einem Spaziergang durch das chinesische Viertel Bangkoks vergisst man gerne die Zeit. Hier heißt es eintauchen und abtauchen – in einem Durcheinander von Farben, Gerüchen, Menschengewimmel und daneben wieder ruhigen Orten rund um die Tempelanlagen. Hier pulsiert das wahre Leben, zwischen einfachsten Wohnhäusern, engen Gässchen, Tempelanlagen, dampfenden Garküchen, Kräuter- und Gewürzapotheken und kleinen einfachen Läden, die alles bieten, was der Mensch für tägliche Leben braucht.

Nicht zu übersehen, zu riechen beziehungsweise an tränenden, brennenden Augen zu spüren ist auch die hohe Feinstaubbelastung, die Bangkok trotz vieler Maßnahmen schwer in den Griff bekommt. Das ständig wachsende Verkehrsaufkommen und die Wohnraumknappheit, in der sich die City kaum von anderen Weltmetropolen unterscheidet, sind für Bewohner und auch Touristen eine tägliche Herausforderung. Der Verkehr wird immer mehr. Wenn auch die Taxis mittlerweile alle mit Gas fahren und sich die Luftqualität – zumindest gefühlt – um vieles verbessert hat im Vergleich zu ersten Besuchen vor mehr als 25 Jahren. Die Wohnraumknappheit und total überhöhte Miet- und Kaufpreise unterscheiden Bangkok heute kaum mehr von anderen Weltstädten wie New York, Tokyo, Singapur, London oder auch – ganz in der Nähe – Salzburg oder München. Zweizimmerwohnungen in den neuen Residences des ICONSIAM, die neben dem Shoppingmal trohnen, kosten angeblich mehr als 2,5 Millionen US Dollar.

 

 

 

 

 

Eine Geschichte vom Weihnachtsbaum

Jede Geschichte ist einzigartig. Je nachdem, wo man sie zu erzählen beginnt und aus welcher Perspektive, bekommt sie ihre individuelle Bedeutung. Die Interpretationen können unterschiedlichst sein. Nicht selten haben Sichtweisen und Bewertungen von Beobachtungen das Weltgeschehen beeinflusst. Jeder von uns kennt die Gedanken „Was wäre gewesen, wenn….“ – vielleicht ganz andere Geschichten, die geschrieben worden wären. Wer weiß.

Aus Geschichten über die großen aber auch kleinen Dinge des Lebens sind immer wieder kollektive Mythen und Legenden entstanden. So wie jene in christlichen Kreisen weit verbreitete Meinung, dass der Weihnachtsbaum seine Ursprünge in christlichen Riten und Traditionen habe. Als Kind war der Christbaum für mich untrennbar mit dem Christentum verknüpft. Denn nur wenige wissen heute noch, wie sich der immergrüne Baum zu einem fixen Bestandteil des Weihnachtsfestes entwickelt hat und dass er keineswegs immer ein christliches Symbol gewesen ist. Ganz im Gegenteil.

Eigentlich ist die Geschichte des Weihnachtsbaumes fast so alt wie die Geschichte der Menschheit. Die älteste schriftliche Erwähnung im europäischem Raum stammt aus dem Jahr 1527 aus einer Akte der Mainzer Herrscher in Stockstadt am Main. Ein paar Jahre später findet sich ein Eintrag in den Urkunden des Straßburger Münster, wo um die Weihnachtszeit ein geschmückter Baum aufgestellt worden war.

In Österreich wurde der erste Weihnachtsbaum, oder wie man in der Alpenrepublik und auch Teilen der Schweiz sagt, ein Christbaum, angeblich erstmals von der Gattin Erzherzog Karls, Henriette von Nassau-Weiburg, geschmückt. Auswanderer nahmen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Baum nach Amerika mit. Im Weißen Haus ist er 1891 zum ersten Mal urkundlich dokumentiert.

Die Ursprünge gehen aber weit vor dieser Zeit auf heidnische Bräuche zurück. Immergrüne Planzen waren für heidnische Kulturen Symbole der Fruchtbarkeit und der Lebenskraft. Deshalb wurden auch immer rund um die Wintersonnwende Tannenzeweige auf öffentlichen Plätzen verteilt und festlich geschmückt. Die Menschen zu dieser Zeit glaubten fest daran, dass sie sich damit Gesundheit ins Haus holen können.

Ähnliches erhofften bereits Jahrtausende vorher die alten Ägypter, Hebrärer und auch die Chinesen. Kränze, Girlanden aus immergrünen Pflanzen waren und sind für sie teilweise bis heute Sinnbild für das ewige Leben. Im Christentum war der Baum lange Zeit – bis zum zweiten Vatikanischen Konzil – Symbol für den Baum der Erkenntnis und den Sündenfall. In Norddeutschland wurde deshalb der Baum bis ins 19. Jahrhundert hinein mit Adam und Eva und Schlangensymbolen bzw. Äpfeln behängt.

In der katholischen Kirche und ihren religiösen Riten und Bräuchen ist der Baum erst im 20. Jahrhundert so richtig angekommen. Endgültig legitimiert wurde er als heute über weiter Strecken „christliches“ Symbol, als Papst Johannes Paul II den ersten Baum 1982 auf dem Petersplatz in Rom aufstellen ließ.

So viel zur überlieferten offiziellen Gschichte über den Baum, der jedes Jahr rund um den 24. Dezember rund um den Erdball mit seinem Lichterglanz nicht nur Kinderherzen höher schlagen lässt und heutzutage für viele der Inbegriff von Frieden und Freude ist – vom Weihnachtsfest nicht wegzudenken.

Wer gerne reist, und das auch rund um Weihnachten, lernt schnell, dass der Baum in unterschiedlichen Religionen und Kulturen regional sehr unterschiedliche Geschichten erzählt, auch in Ländern, in denen die Mehrheitsgesellschaft einer anderen Religion angehört. Der Reisende wird vielleicht immer wieder – so wie wir – staunen, wie weit verbreitet und intensiv das Brauchtum des Baumaufstellens in vielen Ländern dieser Erde gepflegt und von den Alten an die Jungen weitergegeben wird.

Zur Geschichte des Weihnachtsbaumes einige Exemplare zum Schauen und Staunen – bis auf Bild 2, Airporthotel in München, Bild 3, auf dem Ali, Yusef und Yana mit Leseoma und Leseopa Weihnachten feiern und Bild 4: der Weihnachts-Bär stand 2018 in der Weberzeile in Ried im Innkreis –  alle in Südostasien fotografiert. Und zwar ausschließlich in Ländern entdeckt, die keine christlichen Mehrheiten haben und in denen die Menschen verschiedensten Religionen angehören.

In manchen Ländern dominiert der Budhhismus, in anderen, wie in Flores in Indonesien, der Islam und in wieder anderen der Hinduismus. Die Religion bestimmt dort in unterschiedlichsten Schattierungen und Ausprägungen den Lebensalltag. Jeder erfüllt seine religiösen Pflichten. Manche mehr, manche weniger, wie es halt ist in einer zunehmend globalisierten und säkularisierten Welt.

Gefeiert wird in der Regel von vielen Teilen der Bevölkerung aber sehr oft gemeinsam. Weil halt alle gerne feiern. Dass es in bestimmten Regionen der Welt, in denen Ab- und Ausgrenzung das Zusammenleben bestimmen, Ausnahmen gibt, versteht sich natürlich von selbst.

Bei Schreiben der Zeilen lädt gerade in der nicht weit entfernten Moschee einer kleinen Bergstadt auf Flores der Muezzin zum Gebet ein. Indonesien beispielsweise ist das bevölkerungsreichste muslimische Land der Erde, rund 85 Prozent der etwa 250 Millionen Einwohner gehören der muslimischen Religion an, obwohl diese nicht offizielle Staatsreligion ist. Hier gibt es nur den Grundsatz, dass jedes Kind, das zur Welt kommt, einer der fünf großen Weltreligionen angehören muss, welcher ist eigentlich egal. Und so gibt es auch das ganze Jahr über immer wieder etwas zu feiern. Und das tun alle sehr gern, egal was gerade gefeiert wird.

Eid al-Fitr, Nepy, Cinese New Year, Songkran, Weihnachten, Ostern und so weiter und so fort. Wer in Jakarta, der Hauptstadt des 17 500 Inseln zählenden Landes, zu Weihnachten landet, wird dort von wunderschön geschmückten Weihnachtsbäumen begrüßt und mit amerikanischer Weihnachtsmusik beschallt. Dasselbe Bild in Dubai, Singapur oder Bangkok.

Wer zu Chinese New Year kommt, findet sich unter tausenden roten Laternen und chinesischen Glücksbringern wieder und kann das Tier, das im neuen Jahr laut chinesischem Kalender verehrt wird, bestaunen und damit auf Tuchfühlung gehen – denn das bringt angeblich Glück. 2019 beginnt übrigens das Jahr des Schweines am 5. Februar. Die Symbole zu den einzelnen Festen stehen alle in Privaträumen der jeweiligen Communities aber auch in allen öffentlichen Räumen. Auf Flughäfen, in Schoppingcentern, in Lokalen, auf öffentlichen Plätzen, entlang der Straßen – und niemand scheint ein Problem damit zu haben. In diesem Sinne, Frohe Weihnachten 2018, Merry Christmas, Selamat Natal, Joyeux Noel, Felic Navidad, Buon Natale!

Südostasien

 

Der Lebensalltag von Menschen, deren Haltungen und Werte sowie der Umgang mit Veränderung stehen im Mittelpunkt des Buches Südostasien. Während unzähliger Reisen durch südostasiatische Länder in den letzten dreißig Jahren hatten wir Gelegenheit, über das Leben, Lebenseinstellungen und Spiritualismus in unterschiedlichsten Ländern zu lernen und Vergleiche mit den westlichen Kulturen anzustellen. Herausgekommen ist ein Buch, das Inspiration für mehr Achtsamkeit, Muße und zwischenmenschliches Miteinander sein will. Kommen Sie mit auf eine Reise durch die schönsten Länder Südostasiens, auf die Suche nach einer verlorenen Zeit. Und finden Sie dabei selbst Antworten nach Werteprioritäten und dem Sinn des Lebens.

Konrad, Edith (2016), SÜDOSTASIEN. Einer verlorenen Zeit, der Muße, Achtsamkeit und Leichtigkeit auf der Spur, IKON-Verlag, Brunn am Gebirge unter http://www.ikon.at oder im Buchhandel.

Das Mädchen mit den roten Schuhen

Es war einmal ein kleines Mädchen mit dunklem, lockigem Haar. Kurz vor ihrem zwölften Geburtstag durften wir sie kennen lernen. Irgendwo in Südostasien, weit weg von Europa. Über ihre Herkunft gibt es nichts zu berichten. Nur, dass ihre Familie nicht in der Lage war, sich um das Kind zu kümmern. Nämlich so, wie kleine Kinder es verdient haben. Deshalb nahmen die Verwandten des Kindes die Hilfe der lokalen Kinderdorfverwaltung in Anspruch. Seither ist die kleine S. ein Teil der SOS-Kinderdorffamilie. Und seit ihrem zwölften Geburtstag ist auch in Besitz von knallroten Lederschuhen.

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Wonderful world II – Tierwelt Südostasiens

Ebenso faszinierend wie die Unterwasserwelt Südostasiens (siehe Wonderful world I) präsentieren sich Flora und Fauna in der von uns oft bereisten Region – Myanmar, Thailand, Kambodscha, Malaysia, Borneo, Hongkong, Singapur und die faszinierende Inselwelt Indonesiens. Das, was wir in Lexika vor Jahren und laufend in Internetbeiträgen zur Tierwelt in Asien nachgelesen haben, fanden und finden wir auch immer wieder bestätigt:

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Wonderful world I – Unter Wasser in Südostasien

…And I think to myself, what a wonderful world…. – oh wie wahr. Vor allem an jenen Orten, die noch weitgehend von der Zivilisation und den Problemen, die Klimawandel und das ständige Bevölkerungswachstum, aber vor allen auch der unachtsame Umgang mit den Ressouren unserer Erde mit sich bringen, verschont sind.

Davon gibt es immer weniger, aber es gibt sie noch. Über und auch unter Wasser – an meist abgelegenen und schwierig zu erreichenden Dedstinationen, die vom Massentourismus noch verschon sind. Die Gili Island, die sich wie Perlen rund um Lombok auffädeln, sind zwar weitgehend für den Tourismus erschlossen, haben aber immer noch eine faszinierende Unterwasserwelt zu bieten, auch wenn Teile des Riffs beschädigt oder auch abgestorben sind.

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Nord-Sulawesi: Sir Alfred Russell Wallace hatte recht!

Es lohnt sich immer, ein zweites Mal hinzuschauen. Und auf den zweiten Blick scheint Alfred Russell Wallace wirklich nicht so weit daneben gelegen zu sein, als es beim ersten Besuch vor einigen Jahren den Anschein gehabt hatte: Das, was sich vor drei Jahren bei einer ersten Erkundung Nord-Sulawesis noch im Morast der Überflutung der Stadt verschlossen hatte, zeigt sich diesmal in voller Pracht.

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Die Gewürzinseln – Süd- und Nordmolukken

Arabische, chinesische und indische Kaufleute brachten im Mittelalter Pfeffer, Muskat, Nelken und andere Gewürze von den ostindonesischen Inseln nach Europa und wurden damit reich. Um das Monopol der Zwischenhändler zu brechen, machten sich schon bald europäische Seefahrer auf die Suche nach den legendären Gewürzinseln. Christoph Kolumbus entdeckte bei einer dieser Reisen Amerika, weil er nicht Richtung Osten, sondern Richtung Amerika gesegelt war. Die Weltumsegelung des Portugiesen Ferdinand Magellan ist der Suche nach den wohlriechenden und Geld bringenden Kostbarkeiten geschuldet.

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